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Eau de Parfum
Welche Bedeutung haben die Abkürzungen EdP Eau de Parfum, EdT , EDC usw.?
Abhängig von der Konzentration an Duftstoffen innerhalb einer Mischung, unterscheiden sich die Klassen in verschiedenen Verdünnungen :
- Splash Cologne (1 bis 3 %)
- Eau de Cologne (EdC) (3 bis 5 %)
- Eau de Toilette (EdT) (6 bis 9 %) bei sog. Extreme- oder Intense-Varianten auch mehr
- Eau de Parfum (EdP) (10 bis 14 %) Intense-Varianten bis 20 %
- Extrait Parfum (15 bis 30 %) Intense-Varianten bis 40 %
Der Riechstoffanteil hat sich seit dem 17. Jahrhundert vom EdC über EdT zum EdP stetig erhöht. Extreme- oder Intense-Varianten enthalten noch mehr ätherische Öle. Bei den Auflistungen zur Konzentration sollte aber immer berücksichtigt werden, dass es eine Vielzahl von unterschiedlichen Auffassungen und Beschreibungen gibt, die zum Teil deutlich voneinander abweichen. Die oben genannten veröffentlichten Angaben decken sich mit denen des H&R Buches Parfum (siehe Literaturtipps). Martinetz/ Hartwig z. B. schreiben: Eau de Toilette von 5 bis 8 %, beim Eau de Parfum von 8 bis 10 % und beim Parfum von 10 bis 25 %.
Duftnoten
Ein Parfüm kann durch unterschiedliche Anteile der Grundbestandteile sehr viele verschiedene Duftnoten annehmen. Es kann beispielsweise blumig-feminine, maskuline, orientalische, fruchtige, pudrige, zitrusfrische oder klassisch-elegante Duftnuancen aufweisen.
Die meisten Parfüms setzen sich aus Kopf-, Herz- und Basisnote zusammen. Ausnahme sind beispielsweise viele EdC, die hauptsächlich aus Zitrusdüften (Kopfnoten) und Herznoten bestehen.
- Die Kopfnote ist unmittelbar in den ersten Minuten nach dem Auftragen des Parfüms auf der Haut wahrnehmbar. Da sie für den ersten Eindruck und die Kaufentscheidung wichtig ist, ist die Kopfnote meist intensiver als die anderen und wird von leichtflüchtigen Duftstoffen geprägt. Für gewöhnlich setzt sie sich aus leichten Duftnoten zusammen, aber es können auch schon Teile von Herz- und Basisnote anklingen.
- Die Herznote ist in den Stunden, nachdem sich die Kopfnote verflüchtigt hat, zu riechen und bildet den eigentlichen Duftcharakter (das Herzstück). In der Herznote finden sich meistens Blütennuancen, die mit anderen Aromen kombiniert werden. Sie wird häufig auch als Mittelnote bezeichnet.
- Die Basisnote ist der letzte Teil des Duftablaufes und enthält langhaftende und schwere Bestandteile.
Parfüms können relativ lange gelagert werden, am besten in einem dunklen und kühlen Raum, damit kein Licht, keine Feuchtigkeit und keine Hitze das Parfüm verfliegen lässt oder den Duft beeinträchtigt. Bei zu langer oder schlechter Lagerung kann es zu einer unangenehmen Veränderung des Duftes kommen.
Duftintensität und Duftwirkung
Je nach Zusammensetzung des Duftes haben Parfüms unterschiedliche Duftintensitäten und Duftwirkungen. Riechstoffauswahl und Riechstoffkonzentration beeinflussen sowohl die Duftintensität als auch die Duftwirkung. Dabei werden folgende Schwellenwerte beobachtet:
- Duftwirkungs-Schwelle, ab dieser noch nicht wahrnehmbaren Intensität reagiert der Körper auf den Duft.
- Wahrnehmungs-Schwelle, Aura, man riecht etwas, kann es jedoch noch nicht zuordnen.
- Erkennbarkeits-Schwelle, Duft ist erkennbar und benennbar. Mit steigender Duft-Intensität wandelt sich der Duft von
- angenehmer Duft, über
- aufdringlicher Duft bis hin zur
- >Flucht-Schwelle, die unbewusst eine Fluchtreaktion auslöst.
Duftfamilien
Die Parfümerie war stets um Klassifizierungen bemüht, wobei man nicht unbedingt jede Note zweifelsfrei bestimmen kann und muss. Wenn man die verschiedenen Düfte neun unterschiedlichen Duftfamilien zuordnet, erhält man eine zumindest brauchbare Systematik. Man kann im einzelnen darüber streiten, ob einige der genannten Kategorien überflüssig sind oder sich sinnvoll ergänzen. Gerade Gourmand-Aromen und tropische Düfte sind in eine klassische Unterteilung nur schwer zu integrieren.
- Zitrusnoten (Agrumen/Hesperiden)
- Blumige Noten
- Fougere-Noten (französisch Farn)
- Chypre-Noten (französisch. Zypern – Diese Duftfamilie wurde 1917 durch den berühmten Parfumeur Francois Coty eingeführt.)
- Holzige Noten
- Orientalische Noten
- Ledernoten (Juchten und Tabac)
- Gourmand-Noten
- Tropische Noten
Darüber hinaus wird man auch Unterteilungen finden, die Gewürze und Kräuter einzeln aufführen, die aldehydische Parfüms extra benennen und sogar farbliche Zuordnungen sind möglich; so werden besonders Grüne Noten häufig als eigene Gruppe genannt. Eine wichtige und seriöse Quelle ist die 1990 von Jean Kerléo gegründete Sociéte francaise des parfumeurs, wo man auch Informationen zu den Duftfamilien erhält.
Die wichtigsten Duftbausteine
Die wichtigsten Duftbausteine sind synthetisierte Riechstoffe und natürliche Riechstoffe, die uns an Blüten, Früchte, Gewürze, Rinde und Harz, Blätter, Gräser, Moose, Beeren, Wurzeln, tierische Sekrete und sogenannte Gourmand-Noten erinnern.
- Zu den wichtigsten Blüten gehören Pelargonien auch afrikanische Geranium (Storchenschnäbel) genannt, Hyazinthe, Jasmin (nur in höchst aufwendigem, mehrstufigem Verfahren zu gewinnen, eine Tonne Blüten ergibt ein Kilo Absolue), Lavendel (das in der Parfümerie wohl am meisten verwendete ätherische Öl), Maiglöckchen, Mimose, Neroli (wird aus den Blüten des Bitterorangenbaums gewonnen), Osmanthus (in modernen Fantasienoten), Rose (die Blütenblätter werden einzeln gezupft; einer der am häufigsten verwendeten Blütenduftbausteine), Tuberose (Nachthyazinthe) (einer der teuersten Duftstoffe, wird durch Enfleurage gewonnen), Veilchen, Ylang-Ylang
- Zu den wichtigsten Früchten gehören Bergamotte, Grapefruit, Limette, Orange (wird aus den Fruchtschalen des Orangenbaums gewonnen), Orange bitter (wird aus den Fruchtschalen des Bitterorangenbaums gewonnen), Zitrone, Pfirsich, Grüner Apfel, Erdbeere, Brombeere, Himbeere, Pflaume, Kokos, Cassis (scharze Johannisbeere)
- Gewürze sind vor allem Anis, Ingwer, Kardamon, Koriander, Muskatnuss, Nelken (verwendet werden Blüten und Blätter), Piment (Nelkenpfeffer), Rosmarin (häufig verwendet), Vanille, Zimtrindenöl
- Auch Rinden und Harze kommen zum Einsatz: Benzoe Siam, Elemi (häufig in Fougère-Kompositionen), Myrrhe, Mastix, Guajak, Copaiba, Olibanum (Weihrauch), Opopanax, Perubalsamöl, Rosenholz, Sandholz, Styrax, Tolubalsam, Zedernholz, Wacholder.
- Blätter, Gräser, Moose, Beeren, Wurzeln: Malabar- oder Citronella, Baum- und Eichenmoos (gibt einer Duftkreation Wärme und Haftfestigkeit), Galbanum, Iriswurzel (sehr wertvoll und von hoher Originalität), Lorbeer, Muskatekllersalbei, Patschuli (ein wichtiger Dufteckpfeiler), Petitgrain (wird aus den grünen Teilen des Bitterorangenbaums gewonnen, Blätter, Zweige, unreife Früchte), Tabakblätter (für echte Tabaknoten unerlässlich), Tonkabohne Tonkabohnen-Resinoid/ Coumarin, Veilchenblätter, Vetiver aus der Wurzel gewonnen, Wacholderbeeren, Zypresse
- Tierische Sekrete wie Amber, Castoreum und Moschus (einer der ältesten und sagenumwobendsten Duftbausteine), werden heute fast nur noch in synthetischer Form eingesetzt), Zibet
- Neben ätherischen Ölen gibt es natürliche Rohstoffe in den Qualitäten Concretes, Resinoide und Absolues.
- Gourmand-Noten: Schokolade, Karamell, Zucker, Zuckerwattte, Honig, Süße Milch, Mandel sind im 21. Jahrhundert vermehrt gefragt.
- Synthetische Duftstoffe: Hier können nur einige Beispiele genannt werden. Auf die Aufzählung chemischer Formeln wird verzichtet: Aldehyde (für die Parfümerie von überragender Bedeutung), Cumarin, Heliotropin, Vanillin, Maltol (intensiv süß, warm, fruchtig, karamellartig). Moschus Keton und Moschus Xylol ersetzten und Phenole verfälschten das tierische Moschus, polycyclische Moschusverbindungen sind seit 2005 endgültig verboten. Zwei bekannte und sehr gebräuchliche synthetische Moschuskörper der modernen Parfümerie sind das Galaxolide und das Ethylene Brassylate. Weitere Riechstoffe von großer Bedeutung sind z.B. Linalool, Linalyl acetate, Citral, Citronellol, Damascon, Himbeer-Keton, Farnesol, Hexylacetate, Alpha Jonon, Beta Jonon. Zum Teil sind es Stoffe, die auch in (natürlichen) ätherischen Ölen enthalten sind und die zugleich als Allergene deklariert werden müssen.
Persönliche Verwendung
Das Parfüm als Wohlgeruch wird sowohl von Frauen als auch von Männern hauptsächlich dazu verwendet, die eigene Persönlichkeit und den eigenen Geschmack oder Stil zu unterstreichen. Dabei entwickelt sich jede Duftnote auf der Haut verschiedener Menschen unterschiedlich. Daher ist es wenig sinnvoll, Düfte nach dem Eindruck auf einem Teststreifen oder auf der eigenen Haut an andere Personen zu verschenken. Düfte sollten auf gut durchbluteten Stellen aufgesprüht werden, wie an den Handpulsen, an der Pulsader am Hals und hinter den Ohren.Allergiker können auf verschiedene Parfüms unterschiedlich reagieren und sollten an einer kleinen unauffälligen Stelle die Verträglichkeit testen. Ein zweiter Test sollte im Abstand von 10 Tagen stattfinden. Erst wenn auch nach dem zweiten Test Hautreizungen auftreten besteht tatsächlich der Verdacht auf Irritation oder Allergie: Bei einer Allergie hilft nur das Meiden der Allergene oder eine Hyposensibilisierung durch einen erfahrenen Arzt. Bei der sehr häufig auftretenden Irritation genügt es, die Konzentration und/oder die Anwendungshäufigkeit auf ein normales Maß herabzusetzen. Quelle: Wikipedia (freie Enzyklopädie)
Die Gene schnuppern mit Experte: Psychologische Wirkung von Düften ist immens Mit dem richtigen Parfum ist es möglich, seinen eigenen genetischen Code zu verstärken. Damit wird es leichter, den passenden Partner anzulocken. Und: Frauen, die auf der Suche nach einem Mann fürs Leben sind, sollten nicht die Pille nehmen. Warum? Das erklärt der Parfum-Experte Volker Drewes Dem Dipl.-Psychologen aus Berlin, der auch für die Online-Partneragentur Elite Partner den Online-Persönlichkeitstest entwickelt hat, ist es gelungen, die für die Partnerwahl relevanten Düfte in Farben und Formen zu übersetzen. Er hat daraus einen Online-Test entwickelt, der es jedem ermöglicht, sein eigenes Duftprofil zu ermitteln. Der Test ist im Internet unter der Adresse www.partnerduft.de zu finden. Daniela Lang hat sich mit dem Fachmann über die psychologische Wirkung von Düften unterhalten. Welche Rolle spielt Parfum in der Beziehung zwischen Mann und Frau? Volker Drewes: Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass die gegenseitige sexuelle Attraktion sehr stark durch den Geruchssinn gesteuert wird - und zwar vor dem Hintergrund biologisch-evolutionärer Prozesse. Dabei ziehen sich immer die potenziellen Geschlechtspartner gegenseitig an, die über einander entgegengesetzte Geruchsinformationen (genetische Ausstattung in Bezug auf Körperabwehr gegen Bakterien usw.) vefügen. Dies führt dazu, dass Nachkommen aus dieser Verbindung besser gegen Erreger von Außen geschützt sind. Entscheidend ist hier, dass die erwähnte genetische Ausstattung direkt mit den subjektiv empfundenen Geruchsvorlieben zusammenhängt. Eine bestimmte genetische Ausstattung entspricht also der Vorliebe für bestimmte Duftstoffe,so,wie sie auch in Parfums vorkommen. Genau aus diesem Grunde kann man also mit Hilfe eines Parfums seinen eigenen genetischen Code nach außen hin verstärken und unterstützen, um somit den richtigen Partner für sich selbst anzuziehen und anzulocken. Wichtig ist auch: Das Parfum unterstützt dabei den körpereigenen Geruch und überlagert ihn nicht, denn auch der körpereigene Geruch ist eine Art Verlängerung für den genetischen Code. Die Reihenfolge wäre also: Genetischer Code- Körpergeruch- Dufstoff- Parfum. Erwähnenswert ist noch, dass Frauen, die die Pille nehmen, ihren genetischen Code wechseln, das heißt einen gleichartigen Typen anziehen, also eigentlich jemanden, der sexuell nicht zu ihnen passt. Dies wird damit begründet , dass die Pille ja eine Schwangerschaft vortäuscht und die Natur es so eingerichtet hat, dass Schwangere eher einen Versorgertyp brauchen also einen Draufgänger. Es wird also empfohlen, während der Partnersuche auf die Pille zu verzichten, auch wenn dies gegen die emanzipativen Eigenschaften der Frauen sprechen mag. Dann müssen die Männer eben mit Kondom ran. Wie wichtig ist das tragen eines Parfums für den Gesamteindruck von einem Menschen ? Volker Drewes: Gegen einen Duft können wir uns nicht wehren, es sei denn, wir sind gerade stark erkältet. Gerüche wirken unmittelbar, direkt und auf der unbewussten Ebene. Sie werden deswegen auch immer mehr in Gebäuden und Kaufhäusern eingesetzt. Das bedeutet dass der berühmte erste Eindruck eines Menschen durch ein Parfum sehr stark beeinflusst werden kann und der Empfänger des Duftes nun seine (unbewussten) Bewertungen versucht, durch rationale Begründung zu rechtfertigen (zum Beispiel " Der sieht ja aus wie ..") Dieses Geschehen funktioniert natürlich nur, wenn sich zwei Personen etnsprechend nahe genug gekommen sind, also nicht aus der Ferne. Welche Eindrücke lassen sich durch einen Duft steuern? Volker Drewes: In erster Linie kann man mit einem Parfum seine erotische Anziehungskraft verstärken und unterstützen. Natürlich sind aber auch noch andere Eindrücke steuerbar., die aber mehr der sozialen und kulturellen Bewertung von außen unterliegen. So sollte man niemals zu viel Parfum auftragen, keine billigen Parfums verwenden und durchaus auch einmal das Parfum wechseln- je nach Stimmung und Jahreszeit. Kann ein Parfum den Typ verändern? Und kann ich mit einem bestimmten Duft einen Eindruck von mir erwecken, der eigentlich nicht stimmmt? Volker Drewes: Absolut! Bei der Verwendung eines falschen Parfums, dass eben meinen eigenen genetischen Code nicht unterstützt, sondern verdeckt oder eben verfälscht, werde ich von potentiellen Partnern auch falsch wahrgenommen. Aber Achtung: Die Faktoren, die bei der gegenseitigen Anziehung eine Rolle spielen, sind nartürlich vielfältig. Es wäre falsch, alles auf den Geruch reduzieren zu wollen. So ist es durchaus möglich, dass auch zwei , die vollkommen falsche Parfum benutzen, doch zueinander finden. Nur: Falls sie dann irgendwann ihren richtigen Duft entdecken. dann ist möglicherweise die Überraschung groß, in welchem Grade die Erotik zwischen Ihnen noch steigerunsfähig ist. (Quelle: Westfalen Blatt )
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